Wenn Constanze Rick bei „Prominent“ Promis mit schlecht
sitzenden Frisuren zeigt, lache ich immer besonders laut. Eigentlich gar nicht,
weil ich das lustig finde, sondern weil ich auch ein regelmäßiges Opfer von Bad
Hair Days bin. So geschehen auch diese Woche – wenn auch nicht auf dem roten
Teppich, sondern nur bei der Ausformulierung der Produktvorteile von Brühwurst.
Auch wenn mich dabei vielleicht tendenziell weniger Leute
gesehen haben, ist die Sachlage bei mir nicht weniger prekär, habe ich doch keine
persönliche Stylistin, die das wieder ausbügeln könnte. Ein Bad Hair Day wird
so bei mir also ganz schnell zur Bad Hair Week oder gar zum Bad Hair Month!
Wer meine gespaltene Beziehung zu den Meistern der Frisierkunst
kennt, weiß, dass es mir auch nichts bringt, einem Bad Hair Day mit einem Friseur-Besuch
entgegenzutreten. Stichwort Regen, Traufe und all sowas…
Was also an solchen Tagen tun? Obwohl frisch gewaschen,
hängen meine Haare glanzlos und matt wie ein Wischmopp an mir herunter, nur
unterbrochen von einer frechen Strähne, die sich über Nacht so von der
Seitenpartie gelöst hat, dass sie jetzt keck wie der vordere Teil eines
Headsets von mir absteht und mich aussehen lässt, als würde ich jeden Moment
gemeinsam mit den Backstreet Boys auf die Bühne gehen, um eine ausgeklügelte
Choreographie zu tanzen.
Was sich in Konsistenz und Fallverhalten bereits
erschreckend abzeichnet, setzt sich auch in der Farbe fort: Schwer zu sagen –
wäre die richtige Bezeichnung dafür vielleicht „Nr. 892 – Schlammig-fahles
Diarrhö-Braun“? Außerdem waren da doch gestern mit Sicherheit noch nicht so
viele graue Haare, oder?!! Von dem Problem, von dem ich bis zur Werbung gar
nicht wusste, dass ich es habe, wollen wir gar nicht erst sprechen: Fritz!
Pardon… Frizz!!
Wer jetzt glaubt, ein simpler Pferdeschwanz würde die Misere
lösen, ist auf dem Holzweg: An solchen Tagen sieht auch dieser eher aus, als
hätte ich mir am Hinterkopf ein totes Eichhörnchen angepappt. Da ich
mittlerweile Angst habe, deswegen auf offener Straße von Tierschützern attackiert
zu werden, freue ich mich wenigstens in dieser Hinsicht schon auf den Winter: Mütze
drauf, Fiasko-Frisur ade. Und warme Ohren gibt’s noch gratis dazu!
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen