Früher war ich cool. Oder zumindest war es die Musik, die ich hörte. Von meinen Lieblingsbands musste man die CDs noch im Spezialladen suchen und meine liebsten Songs waren garantiert nicht in den Top 40 zu finden.
Jetzt bin ich uncool. Das erste Mal, als sie im Merkur Markt mein Lieblingslied von Cake spielten, hielt ich es noch für Zufall bzw. das letzte rebellische Aufbäumen eines verzweifelten Ferialpraktikanten.
Als ich jedoch letztens auf dem Klo eines Einkaufszentrums fast noch extra länger geblieben wäre, weil sie gerade Foo Fighters spielten, wurde mir die traurige Wahrheit klar: Wenn mir schon die Toilettenbeduselung gefällt, bin ich nur noch einen Schritt davon entfernt, die Kastelruther Spatzen zu hören.
Das einig Gute daran ist, dass ich jetzt kein Geld fürs Fortgehen mehr ausgeben muss. Ich setz mich einfach den gesamten Tag mit einem Rucksack Dosenbier auf die Europark-Toilette und tanze dort in meiner Kabine.
Montag, 26. März 2012
Montag, 5. März 2012
Das Ding aus der Hölle
Wenn morgens bei mir der Wecker klingelt, bin ich kein fröhlicher Mensch. Ich hüpfe nicht mit einem Grinsen aus dem Bett, mache 2-3 Yoga-Übungen bei offenem Fenster und starte dann gut gelaunt in den Tag. Ehrlich, ich wünschte mir, es wäre so – aber um 06.35 Uhr spielen sich bei mir täglich gänzlich andere Szenen ab.
Um dem Aufstehen wenigstens ein bisschen Grausamkeit zu nehmen, habe ich mir kürzlich voller Stolz meinen ersten Radiowecker zugelegt. Die Idee dahinter: statt bei dem nervtötenden Gepiepse wie von der Tarantel gestochen aufzuspringen, um nur ja schnell wieder Ruhe herzustellen, könnte ich mich zu launiger Musik ein letztes Mal im Bett strecken, pfeifend beide Beine über die Kante baumeln lassen und dann zu beschwingten Melodien ins Bad spazieren. Und wer weiß, vielleicht wäre es dann auch zu den Yoga-Übungen nicht mehr weit...!
Die Realität sieht leider anders aus. Mein neuer Wecker verfügt nämlich über eine perverserweise „Gentle Wake“ genannte Funktion, die ihn die Lautstärke des Alarms kontinuierlich ansteigen lässt. Ohne Möglichkeit, diese irgendwie zu regulieren. Szenario wie folgt: Radiowecker schaltet sich um 06.35 Uhr ganz „gentle“ ein und schraubt sich innerhalb von 30sek auf maximale Lautstärke – egal wie hektisch man dabei am Lautstärkeregler dreht, um endlich die mit Presslufthammer-Gewummere durchs Schlafzimmer dröhnende Lady Gaga zum Schweigen zu bringen.
Im Prinzip ist mein neuer Wecker also noch schlimmer als vorher. Statt Piep-Piep-Piep gibt’s jetzt „Po-Po-Poker Face“ – und der Abschaltknopf ist natürlich auch noch so klein, dass man ihn nur mit einem Rasterelektronenmikroskop findet.
Allerdings gibt es Hoffnung: Dr. Google hat mir verraten, dass ich der Gentle Wake Funktion ganz einfach den Hals umdrehen kann: ich brauche dafür nur einen kleinen Widerstand im Weckerinneren zu löten – und ich könnte mir vorstellen, dass ich dafür ziemlich talentiert bin! Also dann: Gute Nacht.
Um dem Aufstehen wenigstens ein bisschen Grausamkeit zu nehmen, habe ich mir kürzlich voller Stolz meinen ersten Radiowecker zugelegt. Die Idee dahinter: statt bei dem nervtötenden Gepiepse wie von der Tarantel gestochen aufzuspringen, um nur ja schnell wieder Ruhe herzustellen, könnte ich mich zu launiger Musik ein letztes Mal im Bett strecken, pfeifend beide Beine über die Kante baumeln lassen und dann zu beschwingten Melodien ins Bad spazieren. Und wer weiß, vielleicht wäre es dann auch zu den Yoga-Übungen nicht mehr weit...!
Die Realität sieht leider anders aus. Mein neuer Wecker verfügt nämlich über eine perverserweise „Gentle Wake“ genannte Funktion, die ihn die Lautstärke des Alarms kontinuierlich ansteigen lässt. Ohne Möglichkeit, diese irgendwie zu regulieren. Szenario wie folgt: Radiowecker schaltet sich um 06.35 Uhr ganz „gentle“ ein und schraubt sich innerhalb von 30sek auf maximale Lautstärke – egal wie hektisch man dabei am Lautstärkeregler dreht, um endlich die mit Presslufthammer-Gewummere durchs Schlafzimmer dröhnende Lady Gaga zum Schweigen zu bringen.
Im Prinzip ist mein neuer Wecker also noch schlimmer als vorher. Statt Piep-Piep-Piep gibt’s jetzt „Po-Po-Poker Face“ – und der Abschaltknopf ist natürlich auch noch so klein, dass man ihn nur mit einem Rasterelektronenmikroskop findet.
Allerdings gibt es Hoffnung: Dr. Google hat mir verraten, dass ich der Gentle Wake Funktion ganz einfach den Hals umdrehen kann: ich brauche dafür nur einen kleinen Widerstand im Weckerinneren zu löten – und ich könnte mir vorstellen, dass ich dafür ziemlich talentiert bin! Also dann: Gute Nacht.
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